Spanien

Spanien

Spanien ist, was die Fläche betrifft, das grösste Weinland der Welt. Trotz dem sehr heissen und trockenen Klima ist es in Spanien verboten, Reben zu bewässern. In der Konsequenz kämpfen die spanischen Weingüter, im Gegensatz zu anderen Weinregionen, in welchen die Bewässerung von Reben erlaubt ist, als Folge der Klimaerwärmung mehr und mehr mit Dürre und entsprechend kleinen Erntemengen.

 

Die im Ausland sicherlich bekanntesten Weinregionen Spaniens sind die Rioja und die Ribera del Duero. Doch Spanien verfügt über weit mehr als diese zwei interessanten Weinregionen. Da gibt es zum Beispiel Campo de Borja, Somontano in der Nähe der Pyrenäen, Costers del Segre, Penedès im Hinterland von Barcelona, Jumilla und Yecla in der Region Valencia, Toro, La Mancha im Zentrum des Landes sowie das Priorat. Die bekanntesten Süssweine Spaniens heissen Xérès (Sherry) und kommen aus der Region Andalusien.

 

Obwohl die Phönizier Cadiz im Jahr 1100 gegründet haben gibt es Spuren von Weingärten, die aus Zeiten von 3000 bis 4000 vor Christus stammen. Wie vielerorts waren es auch in Spanien die Römer, welche Reben anbauten und Wein produzierten. Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus war die politische Situation ruhig und begünstigte den Handel von landwirtschaftlichen Gütern generell und von Wein im Speziellen. Amphoren ermöglichten die Lagerung von Wein und begünstigten dessen Export nach Rom. Zu dieser Zeit war der Export von spanischem Wein viel grösser als der von italienischen Weinen. Allerdings, das belegen lateinische Autoren wie Ovid in ihren Geschichten, war die Mehrheit der spanischen Weine, die in Rom verkauft wurden, von schlechter Qualität. Selbst zur Zeit der barbarischen Invasion und auch nach der Eroberung der Mauren, blieb die Weinkultur auf der Iberischen Halbinsel intakt.

 

Ab dem dreizehnten Jahrhundert wurde England ein bedeutender Importeur von spanischen Weinen. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gingen in Spanien, ähnlich wie bei den umliegenden, europäischen Nachbarländern, viele Weingüter aufgrund von Mehltau und Reblaus ein. Rund um die Jahrhundertwende wurden die spanischen Winzer der Reblaus allmählich Herr und pfropften ihre europäischen Reben nunmehr auf amerikanische Wurzelstöcke, welche sich als resistent gegen die Blattlaus erwiesen. In den Fünfzigerjahren produzierten Spaniens Wein-Kooperativen mehrheitlich grosse Mengen Wein von eher durchschnittlicher Qualität. Bis Mitte der Siebzigerjahre erfuhr das Land eine qualitative Wiedergeburt, welche sich ab dem Jahr 1985 durch den Eintritt Spaniens in die Europäische Union noch verstärkte.

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  1. vega_sicilia_unico
    75 cl

    Ribera Del Duero DO "Gran Reserva" Unico - 2004

    Ribera del Duero - Bodegas Vega Sicilia
    Fr. 270.00 (Fr. 250.00 zzgl. MWST)
    x3

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