Italien

Italien

Italien ist ein faszinierendes Mosaik mit unterschiedlichsten Weinen, Klimas und Terroirs. Es zieht sich vom nördlichen Piemont mit seinen Barolo- und Barbaresco-Weinen über die Toskana mit den Weinen aus Chianti und Brunello di Montalcino bis hinunter auf die Insel Sizilien. Doch das ist nicht alles, denn auch Apulien, Kampagnen oder das Veneto mit seinem berühmten Amarone formieren die Weinkarte Italiens.

 

Die Geschichte des italienischen Weinbaus ist eng mit der allgemeinen Geschichte Italiens verbunden, mit ihrer Bevölkerung und der italienischen Kultur, in welcher Reben und Wein stets eine wichtige Rolle spielten. Und tatsächlich findet man bis zurück in die Römerzeit rund ein Jahrhundert vor Christus, archäologische Spuren, die auf Wein hindeuten. Durch die Expansion des Römischen Reiches und der damit einhergehenden Handelsaktivitäten aber auch aufgrund der Verwendung von Amphoren, hat sich der Handel mit italienischem Wein schon früh entwickelt. Der Niedergang des Römischen Reiches, gefolgt von der Invasion der Barbaren, markiert zwar eine Verlangsamung dieser Entwicklung, doch vermochten selbst diese einschneidenden Ereignisse den italienischen Weinmarkt nicht vollständig zu stoppen. Im Mittelalter blieben die Weinbereitungsmethoden weitgehend gleich wie die Praktiken in der Antike. Allerdings verschlechterte sich die Lagermöglichkeit für Wein, weil keine Amphoren mehr hergestellt wurden. Stattdessen wurden die Weine in Holzfässern gelagert, welche aber aufgrund von Hygiene- und Reinigungs-Problemen innert einem Jahr ungeniessbar waren, denn Schwefel wurde damals noch nicht eingesetzt. Am Ende des Mittelalters gab es in Europa einen eigentlichen Handels-Boom von welchem selbstverständlich auch der Handel mit italienischen Weinen in Europa profitierte.

 

Es gibt Hinweise, dass bereits Ende des dreizehnten, Anfangs des vierzehnten Jahrhunderts die heute noch aktuellen Rebsorten zum Ruf des italienischen Weines beigetragen haben. So werden in Zeitdokumenten von 1304 die Barbera Traube und Nebbiolo als Traubensorte für Barolo und Barbaresco erwähnt. Im siebzehnten Jahrhundert wurde damit begonnen, Glasflaschen mit Korkverschluss einzusetzen, was eine wichtige Entwicklung für den italienischen Wein markierte. Der Ursprung der bekannten toskanischen Weinhändler  Antinori und Frescobaldi geht ebenfalls auf das Mittelalter zurück. Allerdings basierte der Erfolg dieser Häuser seinerzeit mehr auf der Vermarktung von Wein in Glasflaschen als auf der eigentlichen Qualität der abgefüllten Weine. Es ist interessant zu lesen, dass sich einige berühmte italienische Weine deutlich von ihrer heutigen Form unterschieden. Sowohl Barolo als auch Barbaresco waren bis ins neunzehnte Jahrhundert Süssweine. Chianti wurde erst im neunzehnten Jahrhundert zum Aushängeschild der Sangiovese-Traube und auch der Brunello di Montalcino ist erst im neunzehnten Jahrhundert entstanden.

 

Die Wiedererstehung (Risorgimento) Italiens im Jahr 1861 markierte das Ende einer langen Zeit der Stagnation für italienische Weine, welche im Gegensatz zu anderen Weinen aus Europa, qualitativ nicht fortgeschritten waren. Wie viele Weinberge in Europa wurden auch die italienische Weinberge im frühen zwanzigsten Jahrhundert durch die Reblaus zerstört. Die meisten Weinberge Italiens mussten damals neu gepflanzt werden. Heute ist Italien eines der weltweit führenden Weinländer, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Betrachtung.

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